Bergkamen Ausstellung Workshop

„Sperrmüllambulanz“ in Bergkamen

Künstler Garvin Dickhof mit Zollstock vor Stadtbesetzungsplakat

Im Rahmen der 7. Stadtbesetzung widmet sich der Designer und Künstler Garvin Dickhof dem Thema: Schmetterlingseffekt – Umdenken. Umbauen. Viele Schätze die im Verborgenen schlummern, enthalten neben Erinnerungen auch wertvolle Rohstoffe. „Jedes verdient eine zweite Chance“ Lautet daher der Untertitel zu Dickhofs Aktion „Sperrmüllambulanz“.

Wer kennt das nicht? Ein alter Stuhl, ein Regal oder Schrank, die Lampe, Vase oder Garderobe – noch zu gut für den Sperrmüll, aber nicht mehr zeitgemäß sind diese Gegenstände auf den Speicher oder in den Keller gewandert. In der Garage sammeln sich Holzreste und anderes Material, das noch irgendwann mal von Nutzen sein könnte.

Gestartet wird am 3. Juni 2022 mit dem zur Werkstatt umgebauten Lastenfahrrad. Gut ausgerüstet, so fährt Dickhof an den für diesen Tag zur Sperrmüllabfuhr angemeldeten Adressen vorbei und sucht nach Material und alten Dingen, die noch verwertet werden können. Direkt vor Ort werden die Gegenstände umgearbeitet.

Weiter geht es am Samstag und Sonntag mit einem kreativen Workshop. Garvin Dickhof lädt in den Hof am Pestalozzihaus in die Outdoor-Werkstatt ein. In zwei Gruppen werden die Teilnehmenden vom Designer angeleitet, mitgebrachte „alte Stücke“ selbst zu neuen Werken umzugestalten. Die Werkzeuge und Materialien zur Umgestaltung werden gestellt, der Workshop ist kostenlos.

Alle neuen Werke werden am Ende des Workshops in einer kleinen Ausstellung zu bewundern sein und anschließend auch auf der Homepage der Stadt Bergkamen veröffentlicht.

Foto: Garvin Dickhof, © Kulturreferat der Stadt Berkamen, Video: © Michael Doert

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Bergkamen Intervention Performance

Hebebalkon – Ein Besuch auf Balkonien

Das Publikum muss nicht immer zur Kunst kommen. Es geht auch andersherum.

 

Im Rahmen der sechsten Stadtbesetzung in Bergkamen stand alles unter dem Thema Klimawandel/Kulturwandel. An insgesamt vier Aktionstagen griff der Viersener Künstler Garvin Dickhof im Stadtgebiet das Motto Nachhaltigkeit auf und lud alle Interessierten zum Mitmachen ein.

Gestartet wurde am 16. und 17. August 2021 mit der Aktion „Hebebalkon – Ein Besuch auf Balkonien“.
Urlaub auf Balkonien ist fast CO2-neutraler Tourismus und in Zeiten von Corona für die meisten Menschen der einzige zu realisierende Urlaubsort. Warum nicht mal die Menschen an ihrem Urlaubsort besuchen?!
Der voll ausgestattete Balkon, inklusive Blumenkästen und Grill, auf einer mobilen Hebebühne macht’s möglich. „Für dieses spannende Projekt, das ich in Bergkamen zum allerersten Mal vorstelle, bin ich auf der Suche nach Balkonien in Bergkamen-Mitte fündig geworden“, freute sich Garvin Dickhof.

Im Bereich der Konrad-Adenauer-Straße/Theodor-Heuss-Straße und am Stadtfenster wurde am am Aktionstag an geeigneten Balkonen um Erlaubnis gefragt, dann erhob sich der Hebebalkon auf Augenhöhe, um sich am Urlaubsort über Urlaub, Heimat, Nachbarschaft und alle Themen, die gerade bewegen, zu unterhalten. „Die Menschen vor Ort konnten das Projekt direkt vom Aufbau an begleiten und jeder konnte anschließend Teil der Aktion werden. „Ich freue mich auf den Austausch mit interessanten Menschen und den Besuch auf ihrem persönlich gestalteten Umfeld“, meinte der Künstler. Am zweiten Tag wechselte der Hebebalkon den Urlaubsort und kam zu Besuch im Bereich der Hans-Böckler-Straße in Oberaden.

Fotos: © Micha Doert

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Bergkamen Bildende Kunst

Riesiger Motorradhelm liegt vor dem Rathaus in Bergkamen

Ein überdimensionaler Motorradhelm zieht die Blicke der Bergkamener auf sich. Es ist nicht der erste Auftritt von Achim Riethmanns Kunstwerk in der „Stadtbesetzung“.

Seit Ende Juli steht er zwischen Rathaus und Omnibusbahnhof in Bergkamen: MH06, der übergroße Motorradhelm von Achim Riethmann. Von zahlreichen Besucher*innen bestaunt und als Fotoobjekt beliebt, blieben die Intentionen zum Helm zunächst unbekannt.

Am Samstag, 19. September, löste Künstler Achim Riethmann selbst in Bergkamen das Rätsel vor 16 Biker*innen aus der Hellweg Region auf: Er verwies auf das Spiel von Innen- und Außenraum, auf Spiegelungen und Selbstreflexionen der Betrachter*inne im lackierten Helm. Den meisten Anklang fand seine Idee, den Helm als Schutz zu beschreiben, sozusagen als eine Art  „Torwächter“ bei den Gästen.

Als temporäres Kunstobjekt ist MHo6 im Rahmen des Projekts Stadtbesetzung, das bereits zum fünften Mal stattfindet, in Bergkamen ausgestellt. Diesjähriges Motto der Stadtbesetzung ist „Was geht? Kunst in Bewegung“. MH06 ist zwar selbst nicht in Bewegung, verweist allerdings dazu auf zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum, die  tatsächlich Kunst in Bewegung sind.

Foto: Achim Riethmann

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Bergkamen Installation

Lichter und Klänge beleben Orte in Bergkamen

Stadtbesetzung 2019_Bergkamen_Fuji_Simone Prothmann und Siegfried Krüger_Foto Thomas Berendt_web

Simone Prothmann und Siegfried Krüger sammeln Lichter und Klänge in Bergkamen und verdichten sie zu einem poetischen, bewegten Bild, in dem sich innere und äußere Wirklichkeiten verankern.

In unseren Träumen fügt sich alles zu einem. Erinnerungen und Sehnsüchte, das was war und was noch nicht ist. Die Lichter und die Schatten der Orte, wo wir sind und wo wir waren und die uns unbekannten Gegenden ohne Zeit verflechten sich zu einem Ort, der uns vertraut ist auch wenn es ihn nicht gibt.

Vielleicht gibt es ihn doch, wenn wir ihn zulassen als einen Ort unserer Sehnsüchte und Erinnerungen und all den Projektionen von allem was kann oder soll.

Lichter und Klänge einer Stadt, ihrer Orte im Ort, den vergessenen und belebten, sammeln die Künstler Simone Prothmann und Siegfried Krüger, und sie verdichten sie zu einem poetischen, bewegten Bild, in dem sich innere und äußere Wirklichkeiten verankern.

Fuji und Großes Holz, der Berg und die Halde, werden einander als Orte der Ferne und Nähe als Auseinandersetzung um inneren Perspektivwechsel gegenübergestellt.

Foto: Thomas Berendt

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Bergkamen Intervention

Skulptur wird gemeinsamer Aktionsraum

Zwei Künstler wollen den Kurt-Schumacher-Platz sowie die Qualität von Wohnen und Leben im Bergkamener Zentrum mittels Kunst wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken.

Samuel Treindl aus Münster und David Rauer aus Osnabrück machen die Brunnenskulptur von Else Montag „Mutter mit Kind(ern)“ von 1953 von Dienstag, 18. September, bis Sonntag, 22. September, zur sozialen Skulptur, zu einem Treffpunkt und gemeinsamen Aktionsraum. Das Monument wird umbaut mit vier architektonischen Installationen: Aus Bauholz, Lehm, Montagematerial wie Schrauben, Verbindern, Planen sowie einer größeren Menge Biokunststoffs entstehen eine Küche, ein Café, eine Bar und ein Ofen, die die Anwohner zu Mitarbeit, Austausch, Beteiligung und Einmischung einladen.

„Wir wollen eine Auseinandersetzung mit den Bergkamenern und über die Auseinandersetzung mit der Figurengruppe in einem offenen Dialog gemeinsame Aktivitäten anstoßen und gemeinsam diesen wunderbaren öffentlichen Ort inmitten eines Wohnviertels bespielen“, so die Künstler. Dafür hoffen sie auch auf die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Vereinen und Organisationen. Die komplette Umsetzung ist als öffentliche und partizipative Aktion angelegt, so dass jederzeit mitgebaut, sich eingemischt und mitgemacht werden soll. Am Ende steht ein soziales Monument, das aus sämtlichen Geschichten ein schönes Bild ergibt.

Fotos: Stadt Bergkamen

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