„Eine urbane Intervention von Aljoscha“ in Solingen

Ein Mann sitzt vor einem Lila Hintergrund. Er trägt einen pinken Anzug. In seinen Händen hält er einen Strauss Blumen.

Die Kunst-Installation im Hofgarten wirkt wie eine Landung von Außerirdischen im Alltag der Stadt.

Neon farbige Skulpturen aus Acrylglas wirken wie bio-organische, lebendige Formen. Dazu kommen komplexe Silikon-Strukturen. Alles zusammen wirkt ungewöhnlich und fremd.
Die Installation soll das Gewohnte in etwas Staunenswertes verwandeln. Sie bricht mit dem normalen Stadtbild und schafft einen besonderen Ort. In diesem Raum treffen verschiedene Dinge aufeinander: Licht und Schatten, Materie und Gedanken, Wissenschaft und Philosophie. Alles ist miteinander verbunden. Hier im Einkaufszentrum Hofgarten in Kooperation mit dem Kunstmuseum Solingen.
Der Künstler Aljoscha bringt seine Idee des „Bioismus“ in den öffentlichen Raum. Dabei wird der Ort selbst zu einem Experiment.
Die Kunst lädt Sie ein, genau hinzuschauen. Auch Ihre Bewegungen gehören zum Kunstwerk. Der Raum wird zu einem Ort des Beobachtens und Staunens.
Die Installation zeigt, wie sich die Welt verändert. Sie verbindet Natur, Technik und Zukunfts-Ideen. Es geht um neue Möglichkeiten und mögliche Zukunfts-Welten.
Wer die Installation wahrnimmt, denkt vielleicht über sich selbst nach:
Wie sehe ich die Welt?
Und welche Verantwortung habe ich?

Foto: Aljoscha

Termine

Am Freitag, 23. Mai, verwandelte sich der Vorplatz des Kunstmuseums Solingen in eine Bühne für
ein außergewöhnliches Kunstereignis.

Die interdisziplinäre Installation „Tides Within“ von „Haza“ Hazal Döleneken und Helin Sezen Korkmaz lud Besucher*innen am 23. Mai um 19.00 Uhr vor dem Kunstmuseum an der Wuppertaler Straße dazu ein, in die Tiefen der menschlichen Psyche einzutauchen.

„Tides Within“ war Teil der Serie „Kadife Diken (Velvet Thorn)“. Sie kombinierte Skulptur, Klang, Augmented Reality (AR), Tanz und Live‐Musik zu einem immersiven Erlebnis. Die Installation bestand aus einer 2,5 × 3 × 1 Meter großen Skulptur aus Aluminiumrahmen und Plexiglas, die durch AR‐Elemente erweitert wurde.

Die Besucher*innen konnten mittels Smartphones oder Tablets in eine symbolische Welt eintauchen, in der das Meer das Unbewusste repräsentiert, Schatten für Zerstörung stehen, eine schwarze Box verborgene Kräfte verkörpert und Spiegel die Komplexität des Selbst reflektieren.

Die Eröfnungsperformance am 23. Mai um 19.00 Uhr wurde durch eine Tanzaufführung von Jorge Puerta Armenta, ehemaligem Tänzer des Tanztheaters Wuppertal von Pina Bausch, und ein Livekonzert von Haza ergänzt. Musikalisch wurde die Performance vom Gitarristen Efe Demiral begleitet.

Das AR‐Design wurde von der Medienkünstlerin Renxing Zhou realisiert und veränderte die Wahrnehmung zwischen Realität und Traum. Die Installation war vom 23. Mai bis zum 21. Juni 2025 auf dem Museumsvorplatz des Kunstmuseums Solingen zu sehen. Museumsdirektorin Gisela Elbracht‐Iglhaut verstand den Performance‐Abend und die Ausstellung der Installation als logische Fortsetzung der Ausstellung „Proberaum Pina“ zum Leben und Wirken der Solinger Choreografin Pina Bausch.

Fotos: Kunstmuseum Solingen

Termine

Jorge Puerta Armenta

Jorge Puerta Armenta (* 1971, Bogotá, Kolumbien) ist ein kolumbianischer Tänzer und Choreograf, der in Frankreich ausgebildet wurde und am Tanztheater Wuppertal unter Pina Bausch arbeitete. > mehr

Helin Sezen Korkmaz

Helin Sezen Korkmaz arbeitet mit klanglichen, räumlichen und performativen Praxen an der Schnittstelle von Architektur, Musik und Performance. > mehr

Haza

Haza ist eine Musikerin, Komponistin und interdisziplinäre Künstlerin, die Psychologie, Träume durch Musik, Bewegung, Textur, visuelle Elemente und Technologie erforscht. > mehr