Eine Frau mit gepunktetem Oberteil hält einen Teppich in ihren Händen. Sie steht mit dem Rücken zur Kamera und schaut über ihre Schulter.

Kathrin Köster lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Übergängen, Ambivalenzen und dem Zustand des Dazwischen.

Sie arbeitet mit beweglichen, durchlässigen Materialien wie Textilien, roh gebrannter Keramik sowie Zeichnungen und Malereien auf losen Trägern. Faltungen und ihre Variabilität – das Instabile und Verformbare – prägen ihre materialbezogene Herangehensweise. Nach ihrem Studium an der Universität der Künste Berlin (2010) war sie 2011 Teilnehmerin des Goldrausch Künstlerinnenprojekts. Sie erhielt mehrere Stipendien, u.a. ein Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, ein Atelierstipendium der Triangle Arts Association (NYC) und ein Aufenthaltsstipendium des DAAD für NYC (2013). 2014 war sie Teil des Residencyprogrammes der MeetFactory in Prag und von 2021-2013 war sie Teil der A.T.E.N.A. Residency in Sète, Frankreich. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Preis des Präsidenten der UdK Berlin sowie dem Malereipreis der Schulz-Stübner-Stiftung ausgezeichnet. Sie arbeitet als Solokünstlerin und als Teil verschiedener kollektiver Strukturen: Sie ist aktives Mitglied von frontviews und Mitbegründerin von traces (2020), einem Kollektiv, das sich mit Fragen kollektiver Arbeitsmethoden beschäftigt und prozesshafte Räume schafft. Zudem ist sie Teil von TRio, einem Künstlerinnenkollektiv, das an Schnittstellen und Übergängen von Kunst und Ökologie kooperiert, sowie von Upstream Algae, das metaphorische und taktile Bezüge zu Algen auslotet.

Foto: Carolin Seeliger