Stadtbesetzung extra

Der nördlichste Vulkan Deutschlands

Sandebeck // In dem Ort Sandebeck liegt der nördlichste Vulkan Deutschlands. Ein ganz besonderer Naturerlebnisraum – und genau der richtige Ort für ein partizipatorisches Kunstprojekt.

Das dachten sich auch Christiane Limper und Bernward Dömer. Ihr Ziel: An dem Vulkanembryo soll ein neuer Freiraum entstehen, indem die Schneise zum Vulkan freigelegt und damit auch über das Kunstprojekt hinaus für Besucher zugänglich gemacht wird.

In Sandebeck gibt es wöchentlich ein ehrenamtlich geführtes Café als Anknüpfungspunkt. Mitten im Ort finden freie Workshops statt, in denen die Teilnehmer eigene Ideen zum Thema entwickeln können. Die Vorgehensweise des künstlerischen Projektes soll ein ergebnisoffener Prozess sein.

Das sagt Künstlerin Christiane Limper: „Als wir den Vulkan in Sandebeck im Rahmen der Feldforschung OWL im November 2017 erstmalig gezeigt bekamen, haben wir den Ort direkt als etwas ganz besonderes wahrgenommen. Sofort hatten wir große Lust künstlerisch dort zu arbeiten. In unserer Heimat hier in Flensburg erleben wir es immer wieder: Wenn Besuch kommt, entdeckt man völlig neue Dinge. Man nimmt selbstverständlich Gewordenes wieder neu wahr. Das Meer – die Ostsee ist zwar immer da, aber im Alltag hier oben auch nicht immer präsent.“

Sie fragten sich also: Wie nehmen die Bewohner des Ortes den Vulkan wahr? Gibt es Geschichten aus alten Zeiten? Ein Vulkan an sich birgt schon etwas Unkontrollierbares und wirft viele Fragen auf. Vulkanenergie löst eine Faszination aus, die auf unsere Ursprünge zurück geht.

Zusammen mit Bernward Dömer hat Christiane Limper bereits im Jahr 2017 mit Tiermasken aus Recyclingmaterial performativ gearbeitet. Dieses Element künstlerischer Arbeit erproben sie im Umfeld des Vulkans neu: Eine Maske versteckt und schützt ihren Träger und gibt ihm die Möglichkeit, für eine Weile aus dem normalen Leben auszusteigen. Der Mensch in Tiergestalt ist ein kraftvolles Bild und eine Verstärkung, etwas mit ganz anderen Augen zu sehen und selbst auch ganz anders wahrgenommen zu werden.

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