Pulheim Intervention

Erfolgreiches Künstlerduo überrascht Pulheim

Das Künstlerduo Wermke/Leinkauf setzt sich mit Strukturen des öffentlichen Raumes auseinander – konsequent und ernsthaft, aber nicht ohne eine Prise Humor und Hintersinn.

Matthias Wermke und Mischa Leinkauf setzen die Reihe „Stadtbild. Intervention“ in Pulheim fort. Welche Aktion sie dort auch durchführen werden, es ist jetzt schon vielversprechend. Denn: Ihre Aktionen im öffentlichen Raum führen sie unter teilweise hochriskanten Bedingungen durch. Die per Foto oder Video dokumentierten Arbeiten werden international in Museen, Ausstellungshäusern und Filmfestivals gezeigt und haben bereits zahlreiche Preise eingebracht.

Die bislang spektakulärste Intervention fand in der Nacht zum 22. Juli 2014 in New York statt, wo Wermke/Leinkauf das Sternenbanner auf der Brooklyn Bridge gegen eine handgenähte weiße Fahne austauschten. Was als Hommage an den deutschen Architekten der Brücke und als kunsthistorische Anspielung auf Flaggenbilder Jasper Johns gedacht war, wurde in Amerika als Zeichen einer Kapitulation und damit als Provokation gelesen und strafrechtlich verfolgt.

Das Video „Zwischenzeit“ (2008) dokumentiert eine nächtliche Draisinenfahrt von Matthias Wermke im Schienennetz der Berliner U-Bahn und stellt dem täglichen Massentransport im öffentlichen Nahverkehr den romantisch-abenteuerlichen Versuch des Individuums gegenüber, sich selbstbestimmt im Labyrinth der städtischen Infrastruktur zu orientieren. In weiteren Aktionen ging es darum, die architektonischen Grenzen im Berliner Mauerstreifen zu überwinden oder poetische Streifzüge über Tokios Dächerwelten zu unternehmen.

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