Viersen Performance

Cie. Willi Dorner tanzt durch Viersen

Nach einer erfolgreichen Stadtbesetzung kommt die Cie. Willi Dorner aus Wien erneut nach Viersen – diesmal mit einer eigens auf die Stadt zugeschnittenen Performance.

In das die Kulturinstitute verbindende Thema „Schwarz Weiß“, welches unter anderem in zwei Ausstellungen der Städtischen Galerie im Park seine Ausprägung findet, fügt sich ideal Dorners 2016 uraufgeführtes Projekt „every-one“ ein. Wieder geht es Willi Dorner um ein neues Stadterlebnis, um unerwartete Begegnungen mit scheinbar vertrauten Plätzen.

Acht professionelle Tänzer führen in schwarz-weißen Kostümen die Besucher durch das Stadtgebiet und lenken in mehreren Szenen an unterschiedlichen Orten den Blick auf die architektonische Umgebung, Elemente von Dichte und Einheitlichkeit. Die eigens auf den Viersener Stadtraum zugeschnittene Performance blickt zurück auf die 1920er Jahre und den Beginn des modernen urbanen Lebens. Standardisierung und Normierung nahmen damals ihren Anfang. Die Performer knüpfen in der von Reihen und Linien geprägten Choreographie scheinbar spielerisch an Elemente des Revuetanzes an, zugleich wird deutlich, wie das Serielle und Normierte dem modernen Leistungs- und Produktionsprinzip unserer Zeit mit all ihren Umwälzungen entspricht.

Die Cie. Willi Dorner aus Wien war bereits im Oktober 2016 im Rahmen des Verbundprojektes „Stadtbesetzung II“ in Viersen zu Gast. Die international erfolgreiche Performance „bodies in urban spaces“ sorgte für eine überwältigende Resonanz.

Fotos: Lisa Rastl, Stadt Viersen

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Viersen Performance

„bodies in urban spaces“ in Viersen

Menschliche Körper werden im Oktober 2016 zu bizarren Skulpturen in der Viersener Innenstadt. Unerwartete Perspektiven, unerwartete Begegnungen.

Körperskulpturen verändern die Stadt. In mehr als 90 Städten weltweit gelangte die Performance „bodies in urban spaces“ des Österreichers Willi Dorner erfolgreich zur Aufführung, von New York bis Helsinki wurden Städte zu Bühnen umgestaltet. Nach Lissabon, Washington, Paris, Seoul, Linz, London und Athen eroberte „bodies in urban spaces“ am 15. Oktober 2016 auch die Viersener Innenstadt.

Das Kunstprojekt führte auf einem spannenden Spaziergang durch die Stadtlandschaft. Im Rahmen der Ausstellung „Mensch im Blick“ in der Städtischen Galerie im Park wurde ein spezieller Trail für Viersen entwickelt. Auf einem sorgsam choreographierten Parkour bewegte sich laufend ein Trupp bunt gekleideter Performer. Sie verschränkten und stapelten sich in Türrahmen, auf Treppenstufen, Vordächern oder Parkbänken. Als bizarre Körperskulpturen eröffneten sie Station für Station den Betrachtern kuriose und unerwartete Perspektiven auf „ihre“ Stadt. Um ein neues Stadterlebnis, um unerwartete Begegnungen mit scheinbar vertrauten Plätzen geht es Willi Dorner.

Etwa 700 Zuschauer folgten dabei den Akteuren etwa eine Stunde lang durch die Stadt, über öffentliche Straßen und Plätze wie durch halb-öffentliche Gassen und Hinterhöfe. Überrascht, irritiert und beeindruckt wurden sie Zeuge, wie sich die Performer sekundenschnell und jeweils nur für wenige Minuten zu neuen Skulpturen formierten, sich um Verkehrsschilder wanden oder in Mauernischen quetschten.

Foto: Stadt Viersen

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