Rheine Installation Performance

„Irrlichter“ erhellen Rheiner Innenstadt

Stadtbesetzung 2019, Rheine, Irrlicht, Emslandgymnasium, Foto Jan Philip Scheibe (19)_web

Bei dem Lichtkunstprojekt „Irrlichter“ setzen junge Menschen gemeinsam mit professionellen Lichtkünstlern so genannte Unorte in ihrer Stadt Rheine in Szene.

Professionelle Lichtkünstler nehmen Jugendliche und andere Interessierte mit auf Entdeckungstour zu den dunklen Ecken der Stadt. Mit künstlerischen Interventionen werden diese Orte im Wortsinne ans Licht geholt, ausgeleuchtet, erhellt und als Teil des Stadtlebens sichtbar gemacht.

Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit der Künstler mit (jungen) Menschen vor Ort gelegt, die zum einen ihr Wissen und ihre Wahrnehmung der Stadt mit einbringen, anderseits durch die Rückkopplung mit den Künstlern ihre Umgebung „in einem anderen Licht sehen“, dabei aber an diesem Prozess beteiligt sind.

In einem Workshop baut Künstler Jan Philip Scheibe gemeinsam mit Schülern der Jahrgangsstufe 10 des Emslandgymnasiums Rheine tragbare Lichtskulpturen aus Kartonresten, Altkarton, Papierklebeband, Transparentfolie, LED Stripes und Akkus. Die Form- und Farbgebungen der Lichtskulpturen ergeben sich aus der Auseinandersetzung mit Formen und Farben der Streetart. In der zweiten Phase begeben die Teilnehmer sich mit den leuchtenden Skulpturen an Nicht-und Unorte der Rheiner Innenstadt sowie in die Landschaft rund um das Kloster Bentlage. Die Teilnehmer inszenieren sich und die tragbaren Skulpturen an den Orten. Die Aktionen werden per Foto und Video dokumentiert.

Fotos: Jan Philip Scheibe

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Rheine Installation

Rheine schafft Raum für Jugendkunst

Rheine öffnet ein leerstehendes Ladenlokal in der Innenstadt für ein temporäres Jugendkunstprojekt – augmented reality inklusive.

Auf Einladung des Klosters Bentlage erarbeiteten vom 3. bis zum 8. Dezember in der Münsterstraße 28 die Künstler Thomas Bratzke aus Berlin und Keez Duyvez aus Amsterdam gemeinsam mit Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Rauminstallation, die mit digital erzeugten Objekten um eine virtuelle Dimension ergänzt wurde. Als zugefügte Realität (augmented reality, AR) wurde diese Dimension mittels einer App über Smartphones oder Tabletts und über eine Projektion im Raum sichtbar.

Der leer stehende Geschäftsraum wurde u.a. mit Hilfe von zwei Kubikmetern Schotter und einem improvisierten Zelt in eine Art Höhle verwandelt. Vormittags besuchten verschiedene Schulklassen diese Höhle, die hier erstaunliche Entdeckungen machen konnten. Sie wurden angeleitet, an reale Objekte eigene Phantasieobjekte anzukoppeln. Nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr stand die Höhle offen für alle interessierten Besucher, die sich ein Bild machen wollten, wie die reale mit der virtuellen Welt künstlerisch verbunden wurde. Im Selbstversuch konnte das auch ausprobiert werden.

Die Verschränkung der wirklichen und virtuellen Ebenen eröffnete nicht nur neuen Gestaltungsraum sondern sorgte bei allen Akteuren für erhebliche Faszination. Nach Ende der Projektwoche wurde die Installation zurückgebaut und der Raum wieder freigegeben. Zuvor präsentierte sich das gesamte Projekt bei einem Tag der offenen Tür nochmal für alle interessierten Bürger und Passanten.

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Rheine Installation Performance

Kunst-Experimente im öffentlichen Raum

Wie wirkt Kunst, wenn sie nicht in einer Galerie oder einem Museum präsentiert wird, sondern spontan im öffentlichen Raum? Mehrere Künstler experimentieren in Rheine.

Als Experimentierfeld nutzten die Künstler Franziska Hünig, Peter Hock und Nadja Schöllhammer das Kloster Bentlage in Rheine und das umgebende Naherholungsgebiet. Spielerisch und ergebnisoffen erprobten sie hier, wie ihre individuellen künstlerischen Arbeitsweisen und Materialien sich einsetzen ließen, wenn es nicht um die Präsentation in einer Galerie oder einem Museum, sondern unangekündigt und spontan im öffentlichen Raum ging. Franziska Hünig legte ihre monochromen Farbfelder am Gebäude und in der Wiese aus. Peter Hock, der sonst großformatige Zeichnungen anfertigt, färbte Äste mit Graphit, so dass sie wie in Bronze gegossen wirkten. Nadja Schöllhammer hängte Teile ihrer detailreichen Installationen in die Zweige der Bäume, so dass ein facettenreiches Zusammenspiel von Kunst und Natur entstand.

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